Lila Profilbilder und der G20-Gipfel: Ein Zeichen gegen Femizid

Rund um den G20-Gipfel 2025 in Johannesburg entstand eine große Protestaktion in den sozialen Medien. Viele Menschen färbten ihre Profilbilder lila, um sich der südafrikanischen Frauenbewegung und der Kampagne Women For Change (WFC) anzuschließen. Die Aktion sollte auf geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide aufmerksam machen.

Warum Lila?

Lila steht symbolisch für Trauer, Solidarität, Widerstand und die Forderung nach Gerechtigkeit. Wer ein lila Profilbild nutzte, zeigte Unterstützung für Betroffene und machte sichtbar, dass Gewalt gegen Frauen ein weltweites Problem ist.

Der Protest: G20 Women’s Shutdown

Am Tag vor dem Gipfel rief WFC zu einem „Women’s Shutdown“ auf:

  • Frauen* und Unterstützende sollten ihre Arbeit niederlegen,
  • nicht einkaufen (wirtschaftlicher Boykott),
  • schwarze Kleidung tragen
  • und um 12:00 Uhr für 15 Minuten an einem „lie down“ teilnehmen – einem stillen Protest, bei dem man sich symbolisch auf den Boden legt, um auf Gewalt und Tötungen aufmerksam zu machen.

Zusätzlich sollten alle ein lila Profilbild verwenden.

Der Protest richtete sich gegen die erschreckende Realität in Südafrika: Laut WFC wird dort alle 2,5 Stunden eine Frau ermordet. Die zentrale Forderung lautet daher, geschlechtsspezifische Gewalt endlich als nationale Krise anzuerkennen.

Warum der G20-Gipfel?

Da internationale Medien und politische Entscheidungsträger*innen anwesend waren, nutzte WFC den Gipfel als Bühne, um global sichtbar zu machen:
Solange Frauenrechte und Sicherheit nicht gewährleistet sind, verlieren Themen wie wirtschaftliche Entwicklung ihre Glaubwürdigkeit.

Bedeutung und Wirkung

Das lila Profilbild wurde zu einem stillen, aber kraftvollen Zeichen. Auch Menschen, die nicht vor Ort teilnehmen konnten, konnten online Solidarität zeigen und das Thema verbreiten. Durch die Kombination aus digitalem Protest, Shutdown, „lie down“ und Boykott entstand zusätzlicher politischer Druck.

Fazit

Der lilafarbene Hintergrund war mehr als ein Trend. Er stand für gemeinsame Trauer, Protest und die Forderung nach Gerechtigkeit für Betroffene von Gewalt. WFC nutzte die Aufmerksamkeit rund um den G20-Gipfel, um deutlich zu machen:
Ohne Sicherheit und Rechte für Frauen kann es keine echte gesellschaftliche Entwicklung geben.

 

Quellen:

Lila Profilbilder auf Social Media machen auf Femizide in Südafrika aufmerksam - STIMME.de

Protest gegen Femizide in Südafrika: Warum Hoffnung eine politische Strategie ist | taz.de

G20-Gipfel Südafrika: Frauen fordern Ende von Gewalt und Femiziden mit Streik

South Africa’s G20 Women’s Shutdown – a turning point for ending gender-based violence and femicide? | UN Women – Headquarters

South Africa’s G20 Women’s Shutdown: Confronting the GBV Crisis | AfricanPact

https://www.msn.com/en-za/news/other/purple-power-how-to-join-wfc-s-g20-women-s-shutdown/ar-AA1QOmNY

https://www.pulse.co.ke/story/purple-profile-picture-g20-womens-shutdown-november-21-explainer-2025111805110617293