Weltweite Kampagne gegen Gewalt an Mädchen* und Frauen*

Orange Days - 16 Tage des Aktivismus

Die 16 Tage des Aktivismus beginnen jedes Jahr am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen*, und enden am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember. Die Kampagne der Vereinten Nationen (UNO) zeigt auf, dass Gewalt an Mädchen* und Frauen* eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen der Welt ist. Es wird gefordert, dass diese Gewalt – im Kleinen wie im Großen – aufhört und Mädchen* und Frauen* überall auf der Welt sicher und selbstbestimmt leben können.

In diesem Jahr finden in Kooperation mit den Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau digitale Veranstaltungen und Workshops statt.

Zusätzlich zu den verschiedenen Veranstaltungen werden wir gemeinsam alle drei Tage auf Social Media bestimmte Aspekte oder Formen von Gewalt in den Blick nehmen. Warum alle drei Tage? Weil statistisch gesehen alle drei Tage eine Frau in Deutschland durch Femizid ums Leben kommt.

Weiter Informationen unter: @efhn_ev und @eva_frauenzentrum/

Der EVA-Förderverein und das EVA-Team sagen Nein! zu Gewalt an Frauen und Mädchen!

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen - beginnen die 16 Tage des Aktivismus. Die Orange Days gehen bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschrechte.

Überall auf der Welt sind Mädchen und Frauen vielfältigen Formen der Gewalt ausgesetzt - egal ob zu Hause, im Beruf, auf der Straße oder im Netz. 

Gewalt kann viele Formen annehmen, sie kann physisch oder psychisch sein, laut oder leise. Statistisch gesehen erfährt jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt. Wobei marginalisierte Frauen, also z.B. Frauen of Color, Migrantinnen, queere Frauen, Frauen mit Behinderung oder arme Frauen besonders gefährdet sind. Alle Frauen und Mädchen haben das Recht auf ein angstfreies, selbstbestimmtes und aktives Leben - frei von Übergriffen jeglicher Art!

#schweigenbrechen #OrangeTheWorld #25Nov #IDEVAW #16days #OrangeDays #NeinZuGewaltGegenFrauen #GewaltStoppen #WirGegenGewalt #KeineGewaltGegenFrauen #GegenGewaltAnFrauen #FrauenrechteSindMenschenrechte #StärkerAlsGewalt #StopptFemizide

Die Podiumsveranstaltung Kriegswaffe Vergewaltigung – Sexualisierte Gewalt gegen Frauen in bewaffneten Konflikten in der Evangelischen Akademie in Frankfurt bildet den inhaltlichen Auftakt der Orange Days. 

Immer noch und immer wieder wird in bewaffneten Konflikten Vergewaltigung als Kriegswaffe eingesetzt. Sie trifft weltweit vor allem Frauen, aber auch Männer und Kinder. In Frankfurt steht eine der sogenannten „Friedensstatuen“, die an sexualisierte Gewalt gegen koreanische Frauen im Krieg erinnert. Ausgehend von dieser Mahnung fokussiert die Veranstaltung Frauen in Konfliktsituationen: in der Ukraine, in Syrien, mit historischem Blick in Südkorea.

Welchen besonderen Schutz brauchen Frauen? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Wie werden Traumata bearbeitet und wie kommen Opfer sexualisierter Gewalt zu mehr Recht? Welche internationalen Bemühungen zeigen Erfolge? Nicht zuletzt: was wäre, wenn Frauen in Friedensverhandlungen eingebunden wären und eine feministische Außenpolitik Standard würde?

Ort: Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt

Ein Livestream wird eingerichtet.

Zeit: 19:30-21:00.

Kosten: Eintritt frei.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://www.evangelische-akademie.de/kalender/vergewaltigung-als-kriegswaffe/60504/ 

Vom 25. November bis zum 10. Dezember finden Veranstaltungen zu den Orange Days in Kooperation mit den Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau e.V. statt. Der 3. Dezember ist der internationale Tag für Menschen mit Behinderung. Auch in diesem Jahr setzt das EVA einen Schwerpunkt der 16 Tage des Aktivismus auf die Erfahrungen von Frauen und Mädchen mit Behinderung. 

Dazu laden wir am 2. Dezember zu Film und Gespräch zum Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen mit Behinderung ein. Wir sehen uns gemeinsam den Film „Ich auch“, eine Arbeit des Medienprojektes Wuppertal, an. Der Film thematisiert sexualisierte Gewalt unter und gegenüber Menschen mit Behinderung. Für ein anschließendes Gespräch begleitet uns Rita Schroll als Referentin. Sie ist Leiterin des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung im Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Hessen e. V.

Ort / Zeit: Digital, 19:30 – 21.00 Uhr

Kosten: Wir freuen uns über eine Spende.

Anmeldung: Bis 28.11. unter 069 / 920708-0 oder online.

Kooperation: Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V.

Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V., Frauen in Bewegung e.V. und das Evangelische Frauenbegegnungszentrum EVA bieten gemeinsam den Workshop Ich und meine Grenzen – Grenzen erkennen und setzen an. Ziel des Workshops ist es den eigenen Körper als einen Ort zu erfahren, der Grenzüberschreitungen anzeigt und gleichzeitig eine Ressource darstellt, Verletzungen der eigenen Grenzen zu begegnen. Die Veranstaltung richtet sich an alle FINTA* (Frauen, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans- und agender Menschen) und wird von der Erwachsenenbildung der EKHN gefördert.

Die Veranstaltung findet digital statt und wird zweimal durchgeführt. Alternativ können Sie sich für die Abendveranstaltung um 18:30 Uhr anmelden.

Leitung: Evangelische Frauen Hessen und Nassau e.V, Frauen in Bewegung e.V., Evangelisches Frauenbegegungszentrum EVA

Ort/Uhrzeit: Online, 9:30-12:00 Uhr

Kosten: 10 Euro

Anmeldung unter: https://www.evangelischefrauen.de/veranstaltungen/ich-und-meine-grenzen-grenzen-erkennen-und-setzen-teil-i/  

Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V., Frauen in Bewegung e.V. und das Evangelische Frauenbegegnungszentrum EVA bieten gemeinsam den Workshop Ich und meine Grenzen – Grenzen erkennen und setzen an. Ziel des Workshops ist es den eigenen Körper als einen Ort zu erfahren, der Grenzüberschreitungen anzeigt und gleichzeitig eine Ressource darstellt, Verletzungen der eigenen Grenzen zu begegnen. Die Veranstaltung richtet sich an alle FINTA* (Frauen, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans- und agender Menschen) und wird von der Erwachsenenbildung der EKHN gefördert.

Die Veranstaltung findet digital statt und wird zweimal durchgeführt. Alternativ können Sie sich für den Workshop am Morgen um 09:30 Uhr anmelden.

Leitung: Evangelische Frauen Hessen und Nassau e.V, Frauen in Bewegung e.V., Evangelisches Frauenbegegungszentrum EVA

Ort/Uhrzeit: Online, 18:30-21:00 Uhr

Kosten: 10 Euro

Anmeldung: https://www.evangelischefrauen.de/veranstaltungen/ich-und-meine-grenzen-grenzen-erkennen-und-setzen-teil-ii/ 

Sexualisierte Kriegsgewalt wird international breit verurteilt. In den letzten Jahrzehnten wurden verschiedene Resolutionen dazu verabschiedet, etwa die #Resolution1325. Darin verpflichten sich die UN-Staaten seit Oktober 2000 dazu Frauen und Mädchen in Konflikten vor #SexualisierterGewalt zu schützen und gleichberechtigt an Friedensprozessen zu beteiligen. Trotzdem besteht die Gewalt fort und Frauen werden weiterhin zu wenig in Friedensgespräche und Wiederaufbau einbezogen. Sexualisierte Gewalt sollte nicht auf Kriege reduziert werden. Selbst wenn ein Konflikt beendet ist, folgt oft eine lange Zeit der Instabilität. In der Gesellschaft bleibt eine latente Gewaltbereitschaft erhalten. Prekäre Lebensverhältnisse, Korruption und fehlende Strafverfolgung tragen dazu bei, dass viele Menschen weiter von sexualisierter Gewalt bedroht sind. Darum ist es wichtig die Kontinuität in den Blick zu nehmen. Man darf sich nicht nur auf sexualisierte Gewalt als Kriegsstrategie fokussieren, wenn man sie wirksam bekämpfen will. Zum Gesamtbild gehören z.B. Übergriffe von Soldaten an weiblichen Mitgliedern der eigenen Streitkräfte, Bordellbesuche von Soldaten auf Friedensmissionen oder Übergriffe durch Wachpersonal in Unterkünften für Geflüchtete. Und dazu gehört auch die Frage, mit welchem Menschenbild Menschen in Konflikte ziehen. Was für Feindbildern, Ängsten und Unsicherheiten haben sie, und wie kann die Gesellschaft vorbeugen, damit sie sich dadurch nicht auf grausame Weise in Konflikten und Gruppen profilieren müssen. Das ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der wohl leider noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Dieser Beitrag war nur möglich, weil medica mondiale mit ihren Partner*innen seit langem unschätzbare Arbeit zu diesem wichtigen Thema leistet und entsprechende Ressourcen und Informationen zur Verfügung stellt. Herzlichen Dank dafür!

Wir sind mitten in der Fußball-WM der Männer, einem Sportgroßereignis, dass viele zuhause mit der einen oder anderen Flasche Bier verfolgen. Heute Abend gibt es mit Deutschland gegen Spanien bereits in der Gruppenphase eine hochkarätige Begegnung, die möglicherweise hohe Einschaltquoten liefert. Sowohl Polizei als auch Hilfsorganisationen für Opfer häuslicher Gewalt berichten seit langem, dass die Zahl der Übergriffe in zeitlicher Nähe von großen Sportereignissen, wie eben einer Fußball-WM, stark ansteigen. Wissenschaftliche Studien haben diese Erfahrungsberichte inzwischen bestätigt. Die Kernaussage dieser Studien ist meist, dass in den Stunden nach einem Sportereignis die häusliche Gewalt zunimmt. Und zwar vor allem, wenn der Täter Alkohol getrunken hat.

Es gibt dabei verschiedene Faktoren, die beeinflussen, wie stark die Gewalt ansteigt, dazu gehört unter anderem, wann ein Spiel beginnt. Denn daraus ergibt sich, wie viel Zeit nach Ende der Übertragung noch bleibt, um weiter Alkohol zu trinken und das erhöht die Eskalationsgefahr. Diese Gewalt spielt sich vor allem in den eigenen vier Wänden ab. Es handelt sich hierbei also um Gewalt durch aktuelle Partner, nicht durch gewalttätige Ex-Partner. Welchen Einfluss der Ausgang des Spieles auf die Eskalation hat, da gehen die Meinungen in der Forschung ein wenig auseinander. Das der erhöhte Alkoholkonsum beim Zuschauen von Sportereignissen das Risiko häuslicher Gewalt deutlich steigert, ist hingegen weitestgehend Konsens. Bei partnerschaftlicher Gewalt von Frauen gegen Männer wurden übrigens keine signifikanten Veränderungen festgestellt.

Quelle: www.facebook.com/KatapultM

In der Gegenwartsliteratur findet sich aktuell ein Spektrum an Romanen, die (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen aufgreifen und die jeweiligen strukturellen und gesellschaftlichen Kontexte aufarbeiten. Eine kleine Auswahl haben wir euch hier zusammengestellt. Sie behandeln die Thematik auf ganz unterschiedliche Weise: autobiografisch und poetisch, rechtswissenschaftlich, historisch, politisch oder fragmentarisch.

Formen genderspezifischer Gewalt sind gekennzeichnet von strukturellen Machtverhältnissen und patriarchalen Ordnung-sprinzipien. Die Ausprägung und Formen (sexualisierter) Gewalt werden in den Sachbüchern auf unterschiedliche Weise analysiert und beschrieben. Unsere Auswahl gibt Leser*innen einen multiperspektivischen Einblick in gesellschaftliche Analysen mit einem intersektionalen Blick auf geschlechts-spezifische Gewalt sowie kulturwissenschaftliche und juristische Auseinandersetzungen.